Aktuelles


Herzliche Einladung zum Ökumenischen Seniorennachmittag 22.5.2019

Ökumenischer Seniorennachmittag

Am Mittwoch, 22. Mai findet von 14.30 - 16.30 Uhr wieder ein Seniorennachmittag im Pfarreigartensaal St. Nikolaus, Kirchgasse 3A (neben der Kirche) statt. Bei Kaffee und Kuchen wird uns Hannelore Jeker auf eine Reise in das sowohl bedeutsame als auch gespaltene Israel mitnehmen. Beim «Wandern auf alten Hirtenpfaden» lassen wir uns in eine andere, ferne Welt entführen. Anschliessend gemütliches Beisammensein.

Christiane Krukow und Benedikt Schölly


Firmreise nach Beslau

Am Dienstagabend, 23. April starteten wir die Nachtfahrt nach Breslau, Polen. Wir waren gespannt wie unser Aufenthalt in Polen sein würde. Nach 13 Stunden Fahrt kamen wir endlich in Breslau an. Am ersten Tag machten wir eine Tour in einem Bus, um die Hauptsehenswürdigkeiten zu sehen und noch ein wenig den geschichtlichen Hintergrund der Stadt kennen zu lernen. Wir erfuhren viel Interessantes wie z.B., dass die «Zwerge», welche in der Stadt verteilt sind, einen politischen Hintergrund haben. Dass Humor die beste Waffe gegen Unterdrückung und jedes Regime ist, das ist doch einmalig. Die gewaltfreien, Happenings der Bewegung "Orangenen Alternative" der 1980-er Jahre machten auf die Missstände des politischen Systems aufmerksam. Zu den Demos erschienen die Jugendlichen in orangenen Umhängen und Mützen als Zwerge verkleidet. Als die Polizei die Demonstrationen mit Gewalt auflösen und die Teilnehmer festnehmen wollte, erklärten sie augenzwinkernd, sie seien keine Menschen, sondern Zwerge, und für diese gelte das Versammlungsverbot nicht. Die Zwerge wurden zum Symbol für politischen Widerstand. Wir erfuhren auch, dass Hitler im 2. Weltkrieg in die Stadt einmarschierte und viele Juden verschleppte. Heute zählt Breslau viele Kirchen und Universitäten. Es war sehr interessant dies alles zu erfahren. Zum Abendessen gab es Fleischroulade mit Salat und Offenkartoffeln und zum Nachtisch Kokosmilch mit Chia Samen. Die Nachspeise schmeckte speziell. Am Abend haben wir uns noch Gedanken über den Ablauf unserer Firmung gemacht. Am nächsten Tag haben wir die Gotteshäuser im «Stadtviertel der gegenseitigen Achtung» besucht. In der Synagoge führte uns ein Rabbi in das jüdische 

Brauchtum und Religion ein. In der Orthodoxen Kirche hiess uns ein Priester willkommen. Er erzählte über ihre Symbole und Feiern. Die Kirche war sehr eindrücklich. Nach diesen Besichtigungen gingen wir Mittagessen. Am Nachmittag fuhren wir in ein grosses Einkaufszentrum in welchem wir freie Zeit zur Verfügung hatten. Zum Abendessen gab es Lasagne mit Salat und als Dessert einen Kuchen. Danach erhielten wir Besuch von Herrn Janusz Witt, Gründer und Vorsitzender der Dietrich Bonhoeffer Gesellschaft. Er ist der Initiator des «Stadtviertels der Gegenseitigen Achtung» in Breslau. Er erzählte uns auf Deutsch über sein Leben und was er alles für die Kirche und Stadt Breslau getan hat. Es war sehr interessant ihm zu zuhören. Am Freitagmorgen mussten wir zum Glück nicht so früh aufstehen, weil wir erst gegen 11 Uhr die Zimmer abgeben mussten. Am Vormittag haben wir noch eine schöne alte Universität besichtigt, von der man eine grossartige Aussicht auf die Stadt hatte. Nach dem Mittagessen bildeten wir zwei Gruppen. Eine ging in den Wasserpark und die andere Gruppe besuchte noch ein paar Geheimtipps der Altstadt, wie die Dominsel. Am Abend begann wieder die Reise nach Hause. Alle versuchten zu schlafen. Einigen gelang es sogar! Nach 12 Stunden kamen wir wieder Zuhause in Reinach an. Es war eine tolle und eindrucksvolle Firmreise. Die Zeit verging im Flug. Wir danken Herrn Marek Sowulewski und seiner Frau für die tolle Firmreise und für die vielen schönen Eindrücke.

Sinan Kunz 


«Treu, redlich und ehrenhaft dienen…»

Traditionell findet am Nachmittag des 6. Mai im Vatikan die Vereidigung der neuen Gardisten der Schweizergarde statt. In diesem Jahr fieberten wir in Reinach besonders mit einem der 23 neuen Gardisten mit.

Mauritz von Sury, Sohn unserer Kirchenräte Beatrix und Denis von Sury, leistete in der Gran-Gala-Uniform im Harnisch (Brustpanzer) auf die Gardefahne seinen Eid. Er schwor und versprach Treue und Tapferkeit, Hingabe und Loyalität bis zum Tod. So ein Schwur klingt vielleicht heute ein wenig befremdend in unseren Ohren. Vielleicht passt das Schwören nicht mehr in unsere schnelllebige Zeit. Verbindlichkeit und Wahrhaftigkeit sind trotz allem auch heute noch gefragte Qualitäten. Wir Christen sind da besonders herausgefordert. Haben wir doch in unserer Taufe Christus als Gewand angezogen. Stärker als mit jedem Wort bekräftigen wir mit unseren Taten und mit unserem ganzen Sein, das was das Christsein ausmacht. Mauritz bestätigt seine Taufe und seine Firmung mit seinem Schwur. Er steht ein und beschützt den Papst mit seinem Leben.

Wie treu, redlich und ehrenhaft dienen wir Christus in unserem Leben? Im Namen der Pfarrei wünschen wir Mauritz viel Freude und alles Gute während seinem Dienst im Vatikan. Als ehemaliger Ministrant und Firmand danken wir ihm für sein Vorbild.

Das Seelsorgeteam